Der
Prämonstratenserorden wurde 1121 in Prémontré gegründet,
1126 folgte die Bestätigung durch Papst Honorius.
Gegenüber der
ursprünglichen Bezeichnung "Norbertiner" setzte sich der
Name "Prämonstratenser" in Anlehnung an den Gründungsort
Prémontré durch. Die Prämonstratenser sind kein Mönchsorden,
sondern ein Orden von regulierten Kanonikern und
Laienbrüdern, deren Lebensgrundlage die Ordensregel des hl.
Augustinus ist Der Leitgedanke der Prämonstratenser, "Ad
omne opus bonum paratus" leitet sich ab vom 2.
Timotheusbrief 3, 17, wonach "der Mensch Gottes vollkommen
sei, zu jedem guten Werke völlig ausgerüstet".
Prämonstratenser
wirken in den vielfältigen Feldern der Seelsorge, als
Pfarrer und Sonderseelsorger, in der Schule und im
Bildungsbereich. Organisatorisch sind sie nicht
zentralistisch in Provinzen zusammengefasst. Jede Abtei ist
juridisch selbstständig. Regional sind die einzelnen Klöster
in sogenannten „Zirkarien“ gegliedert, d.h. die Klöster
einer Sprachgruppe bilden eine Arbeitseinheit mit
regelmäßigen Treffen auf der Ebene der Prälaten, Magister,
oder Juniores, bzw. in verschiedenen Kommissionen. Der
oberste Repräsentant des Ordens ist der Generalabt mit Sitz
in Rom. Er bemüht sich um die Einheit im Orden. Zugleich ist
der der Obere der Oberen. Oberstes beschlussfassendes
Gremium des Ordens ist das Generalkapitel, das in der Regel
alle 6 Jahre tagt. Innerhalb von 100 Jahren verbreitete sich
der Orden über ganz Europa. Nachdem Norbert von Xanten
Erzbischof von Magdeburg geworden war, wurde der Orden
verstärkt in der Mission im Osten bei den Wenden, Preußen
und Letten tätig und übernahm auch kolonisatorische Aufgaben
Prämonstratenser
tragen eine weiße Tunika, bei uns, in Ungarn und in der
Slowakei blaue Knöpfe, ein blaues, in den anderen Propsteien
der Welt ein weißes, bandartiges Zingulum und weißes
Skapulier. Die Farbe blau haben wir nach der alten Tradition
des Ordens von der Kaiserin Marie Theres bekommen, und zur
Zeit wird es nur in drei Prospteien der Welt, auf dem Gebiet
der ehemaligen Monarchie, in Jasow, in Gödöllő und in der
Heiligen Michaelis Propstei in Csorna getragen. In einzelnen
Häusern wird dazu ein Capuzium oder in der Liturgie eine
Mozetta getragen.
Jetzt 11 Mitbrüder
gehören zur Csornaer Propstei, die in dem Ordensgymnasium in
Steinamanger (ungarisch: Szombathely), und in vier Pfarreien
tätig sind.
Geschichte
Der Orden der
Prämonstratenser-Chorherren liess sich im XII. Jahrhundert
in Ungarn nieder. Von den Gründungsurkunden der Klöster
wurde jedoch kein einziges Originalexemplar aus den Jahren
vor dem Tatarensturm überliefert. Aus Mangel der
Gründungsurkunden können weder der Zeitpunkt noch die
Reihenfolge der frühesten Klostergründungen aus ungarischen
Quellen festgestellt werden. Diesem Mangel helfen zu einem
Teil die Kataloge, die Klosterregister ab, vor allem in den
beiden Katalogen von Ninive, die in ausländischen Archiven
erhalten blieben.
Die Aufzählung der
aus sehr seltenen und wenigen ungarischen Quellen bekannten
Propsteien beginnen mit der, die als erste gegründet wurde.
Die anderen folgen ihr in alphabetischer Reihenfolge:
Váradhegyfok – 1130, ….Csorna – 1180.
Am Ende des XII.
Jahrhunderts mit der Verbreitung der Schriftlichkeit liessen
Geistliche und Weltliche gleichermassen die verschiedensten
Rechtsgeschäfte shriftlich abfassen. Die steigenden
Ansprüche bedurften neuer Institutionen , die die Urkunden
austellten. 1181 eröffnete das Domkapitel zu Veszprém die
Reihe jener Kirchlichen Körperschaften, die bereit waren,
Urkunden auch von Privatgeschäften in Schrift zu fassen.
Dieser Arbeit schlossen sich neben weiterer Domkapitel auch
Ordenskonvente an. Zu Beginn der Herrschaft des in Bysanz
erzogenen ungarischen Königs Béla III. wurde die Institution
„loca credibilia”, änlich zum Notariat geschaffen. Die
rechtskundigen Geistlichen waren befugt, die Eingaben im
Namen der Gemeinschaft als juristische Person zu
untersuchen, Lokaltermine abzuhalten. Domkapitel,
Benediktiner, Prämonstratenser, und Johanniter waren für
diese Tätigkeit zuständig. Die erste Urkunde wurde in Csorna
im Jahre 1227 geschrieben.
Anfang des XVI.
Jahrhunderts bestanden noch 17 Propsteien von den 45
ehemaligen ungarischen Prämonstratenserpropsteien , von
denen das vordringende Türkenheer sieben vernichtete. Die
verbliebenen zehn Klöster wurden entvölkert. Zu dieden
Geschenissen trugen folgende Gründe bei: die Verbreitung der
Reformation, die schädlichen Auswirkungen des
Kommendensystems, und die gewaltsame Vertreibung der
Ordensmitglieder aus ihren Klöstern. Die Niederlage der
ungarischen Truppen bei Mohács (1526) besiegelte für lange
Zeit das Schicksal der Prämonstratenser. Die Propsteien
wurden aufgelöst, Csorna im Jahre 1542. Danach gab es etwa
150 Jahre keine Prämonstatenser Chorherren in Ungarn.
Nach der
Vertreibung der Türken gewannen die Abteien in Böhmen und in
Mähren einen Teil der ungarischen Propsteien für den
Prämonstratenser Orden zurück. Die Propstei zu Pernegg
erlangte 1702 das Kloster zu csorna, 1703 das zu Türje, 1705
die Propstei zu Váradhegyfok und die zu Horpács zurück. Die
schwere finanzielle Lage von Pernegg führte dazu, dass 1711
ihr Kloster Csorna von Gradicium übernommen wurde. Türje
blieb bis 1741 noch unter der Hoheit von Pernegg, nach der
Vereinigung mit Csorna gelang aber auch sie in Besitz von
Gradicium.
Kaiser Joseph II.
im Jahre 1782 mit der Auflösung der Möchsorden der langsam
begonnenen Entwicklung ein Ende bereitete. Der Herrscher
vertrat, von den Ideen der Aufklärung durchdrungen, die
Ansicht, die Orden würden keine gemeinnützige Tätigkeit
verrichten. Von den Prämonstratensern waren die Klöster des
Böhmisch – Märischen Distrikts die ersten Opfer. Auch dem
Ungarischen Distrikts wurde das Böhmisch-Märische Schicksal
zuteil. Jánoshida und Türje bekamen 1785 die Verordnung zur
Auflösung, Csorna folgte 1786 an die Reihe.
Das ungarische
Volk konnte sich mit den Massnahmen des kaisers nicht
adfinden. Die Komitatsräte forderten die Wiederherstellung
der Mönchsorden. Nach den Verhandlungen erliess Kaiser Franz
I. am 12. März 1802 das Diploma Restitutionale, das die
Orden der Prämonstratenser, der Benediktiner und der
Zisterzienser in ihre alten Rechte wieder einsetzte. Das
Ordenshaus brabbte in Csorna im grossen Feuerbrand 1790
völlig ab, deshalb sollen der Propst und die Ordensbrüder
solange im Ordenshaus von Türje wohnen, bis das neue in
Csorna aufgebaut wird. Der Orden hat zwei Gymnasie, ains in
Staeinamanger (Szombathely), und eins in Keszthely zu
unterhalten. Der Orden hat den Lehrkörper aus seinem
eigenen Einkommen so zu honorieren, dass seine Tätigkeit
auch zum seelischen Nutzen der Gläubigen gereiche. Ihren
Traditionen treu geblieben nahmen die ungarischen
Prämonstratenser nach der Wiederherstellung 1802 auch an der
seelsorgischen Tätigkeit aktiv teil. Die Propstei zu Csorna
stellte den Pfarrer für zwei Ordenspfarreien, und übernahm
das Patronat über drei Pfarreien. Die gewachsenen Aufgaben
erforderten auch mehr Ordensmitglieder. Ende des XIX.
Jahrhunderts hatte Csorna 31 Ordensmitglieder, die das ewige
Gelübde abgelegt hatten, und 14 Seminaristen gab es dazu.
Im Jahre 1945,
nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Ungarn die Bodenreform
durchgeführt. Der Propstei zu Csorna verblieben von ihren
12300 Katasterjoch grossen Gütern nur 100 Joch. Die Propstei
verlor somit die finanzielle Basis für die Unterhaltung der
Schulen. Aber auch in dieser shwierigen Lage eröffnete sie
1947 ein drittes Gymnasium in Csorna. Der Orden konnte aber
nur noch ein Jahr dort unterrichten, weil 1948 die
kirchlichen Schulen verstaatlicht wurden. Die Tätigkeit der
Mönche von Csorna beschränkte sich fortan auf die Seelsorge.
Dieser Situation setzte die Auflösung des Ordens 1950 ein
Ende. In jenem Jahr zählte der Orden 64 Mitglieder.
Vertrieben aus ihren Klöstern unter veränderten Bedingungen
versuchten die Ordensmitglieder ihren Platz und ihren
Unterhalt in der Welt zu finden.
Im Sommer 1950
flüchteten sieben Prämostratenser aus Csorna ins Ausland.
Die sieben Kanoniker eröffneten am 7. Juni 1961 im
kalifornischen Orange das Orangeer Noviziat der Propstei zu
Csorna. Nach den Anfangsschwierigkeiten wuchs die
Gemeinschaft, die Kongregation die Gründung von Orange am 5.
Mai 1975 zum selbständigen Priorat erklärte. Der Generalabt
erhob es am 14. August 1984 in einem Dekret in den Rang
einer Abtei.
Die grosse
politische Wende von 1989-90 in Ungarn schuf auch für den
Prämonstratenser Orden grundlegend neue Existenzbedingungen.
Der Generalabt beorderte Lóránt Ödön Horvát dr. zu seinem
Vikar. Das Bildungsministerium nahm die Propstei zu Csorna
in sein Register auf, der Orden wurde Rechtsperson.
Einstimmig wurde Lóránt Ödön Horváth dr. im Jahre 1990 für
zwölf Jahre Abt gewählt. Die Stadt Csorna verordnete am 1.
September 1992 einstimmig die Rückgabe des Ordenshauses an
die Prämonstratenser. Der Orden bekam das Gymnasium in
Steinamanger zurück, zur Übernahme des Heiligen – Norbert –
Gymnasiums kam es am 1. September 1994.
Seit dem Neubeginn
sind 19 Jahre Vergangen. Der Ordensvorsteher der Propstei zu
Csorna ist P. Martin Zoltán Fazakas, im Rang Prior de
Regimine. Aber der Orden wird heute , 2009 von dem selben
Ziel geleitet, wie damals, in den Jahren der Verfolgung. Die
Ordensmitglieder wollen die eigene Kultur bereichern und
weitergeben, in der christlichen Erziehung, in der
wissenschaftlichen Arbeit, in der seelsorgichen Tätigkeit.
Abteikirche - Mariä
Himmelfahrt
Der in Frankreich
1121 gegründete Prämonstratenserorden hat seine Csornaer
Propstei bereits im Jahre 1180 gestiftet. Ihre erste Kirche
zusammen mit dem Kloster wurde vermutlich am Ende des XII.
Jahrhunderts erbaut. Aus diesem Bau ist bloss ein Relief
erhalten geblieben. Obwohl die Propstei 1578 umgebaut wurde,
haben wir davon keine Spur.
Zwischen 1774-86
wurde das Ordenshaus und die Kirche aufs neue umgebaut.Sie
sind im Jahre 1790 völlig abgebrannt. Der haute sichtbare
Gebäudekomplex ist das Denkmal einet Bautätigkeit, die im
Jahre 1802 begann und jahrzehntelang dauerte.
Das Ordenshaus ist
einstöckig, und besteht bis ans Ende aus einem Trakt. Im
Erdgeschoss des Mittelrisalits der Hauptfassade ist die
Vorhalle der Kirche, in seinem Oberhgeschoss aber der Remter
zu finden. Die Teile der früheren Bauperioden sind
wahrscheinlich in der Kirche versteckt, diese letztere aber
in ihrem heutigen Zustand ebenfalls am Anfang des XIX.
Jahrhunderts entstanden ist. Die Einrichtung der Kirche
stammt aus der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts.
Die
Kunstdenkmalrestaurierung des Ordenhauses hat zahlreiche
Werte Details zum Vorschein gebracht. Nach seiner
Restaurierung wir das Ordenhaus das wertvollste Kustdenkmal,
das Kulturzentrum unserer Kleinstadt sein.
Heiliger
Norbert Gymnasium des Praemonstratenserordens in Szombathely
Post:
Szombathelyi Premontrei Rendi Szent Norbert Gimnázium, H-9700
Szombathely, Széchenyi u. 2.
Am Ende des XII.
Jahrhunderts mit der Verbreitung der Schriftlichkeit liessen
Geistliche und Weltliche gleichermassen die verschiedensten
Rechtsgeschäfte shriftlich abfassen. Die steigenden
Ansprüche bedurften neuer Institutionen , die die Urkunden
austellten. 1181 eröffnete das Domkapitel zu Veszprém die
Reihe jener Kirchlichen Körperschaften, die bereit waren,
Urkunden auch von Privatgeschäften in Schrift zu fassen.
Dieser Arbeit schlossen sich neben weiterer Domkapitel auch
Ordenskonvente an. Zu Beginn der Herrschaft des in Bysanz
erzogenen ungarischen Königs Béla III. wurde die Institution
„loca credibilia”, änlich zum Notariat geschaffen. Die
rechtskundigen Geistlichen waren befugt, die Eingaben im
Namen der Gemeinschaft als juristische Person zu untersuchen,
Lokaltermine abzuhalten. Domkapitel, Benediktiner,
Prämonstratenser, und Johanniter waren für diese Tätigkeit
zuständig. Die erste Urkunde wurde in Csorna im Jahre 1227
geschrieben. Die Prämonstratenser in Csorna haben diese
Taetigkeit bis zum Jahre 1874, bis zum Entstanden des
staatlichen Notariats gemacht.
Archivar und
Bibliothekar : dr. Andreas Imre Kovács
Erreichbar ist:
per Telefon: +36 96/261-518
per Fax:
+36 96/593-516
per E-Mail:
premontrei @ gmail.
per Post:
Csornai Premontrei Prépostság, H-9300 Csorna, Soproni út 65.
Kontakte
Wir sind
erreichbar:
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per Fax: +36 96/593-516
per E-Mail: premontrei @ gmail.com
per Post: Csornai Premontrei Prépostság
H-9300 Csorna, Soproni út 65.
Für Pilger, - und
Touristengruppen
Unsere Abtei
erwartet sehr gerne die Besichtiger, Pilger und Touristen
ebenso. Wenn Sie uns besichtigen möchten, ist unsere Propstei vor Ihnen geöffnet. Wir können ungarische und deutsche
Führung sichern. Sie haben die Möglichkeit, einige Tage bei
uns und mit uns in Stille, Gemeinschaft und Gebet zu verbringen.
Wenn Sie sich für uns interessieren, melden Sie sich bitte
mit ihren Fragen bei unserem Gastmeister: